{"id":98,"date":"2016-06-29T22:46:06","date_gmt":"2016-06-29T20:46:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.metakontor.de\/wordpress\/?p=98"},"modified":"2016-09-13T19:33:38","modified_gmt":"2016-09-13T17:33:38","slug":"bayrische-stanzerl-etueden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.metakontor.de\/wordpress\/2016\/06\/29\/bayrische-stanzerl-etueden\/","title":{"rendered":"Bayrische Stanzerl-Et\u00fcden"},"content":{"rendered":"<p>S\u00f6derle, k\u00f6nnt man in bayrisch Schwaben sagen.<\/p>\n<p>Und &#8222;s&#8217;il vous plait&#8220; l\u00e4\u00dft sich nicht mit &#8222;Sans eana bled?&#8220; korrekt \u00fcbersetzen. Auch &#8222;der Prei\u00df ist hei\u00df&#8220; ist nicht w\u00f6rtlich \u00fcbersetzbar. Auch nicht mit &#8222;der Schoa\u00df is hoa\u00df&#8220;.<\/p>\n<p>Das mit &#8222;Ich&#8220;, &#8222;I&#8220; und &#8222;Ei&#8220;, &#8222;Egg&#8220; und &#8222;Corner&#8220; ist ja bereits bekannt. Nobody doesn&#8217;t know it. Weniger bekannt ist &#8222;boarish&#8220;, was mitunter durchaus mit &#8222;boarisch&#8220; v\u00f6llig gleich gesetzt werden kann. Und wo sich das boar, das wilde Tier, am liebsten aufh\u00e4lt, da ist es matschig. Isn&#8217;t &#8222;magic&#8220;? Immerhin, &#8222;Mi&#8220; und &#8222;Me&#8220; m\u00f6gen als gleichbedeutend durchgehen&#8230;<\/p>\n<p>Ein faszinierender Begriff f\u00fcr mich bleibt der &#8222;Zwiefache&#8220;! Das hat nichts mit Zwietracht, Zwitter und Zwickel zu tun! Findets einfach raus, wenn Ihr m\u00f6gt. Nehmt f\u00fcnf :-). F\u00fcr dieses legend\u00e4re Lied gibt&#8217;s eine schw\u00e4bische Anweisung als Grundlage, die mir ein alter Freund erkl\u00e4rte: Seine Gro\u00dfmutter hat ihm einst die Zubereitung von Pfannkuchen erkl\u00e4rt. Nicht ein, nicht zwei, nicht drei oder vier, nein, genau f\u00fcnf Eier seien notwendig! Take five &#8230;<br \/>\nNicht geizen. Und das aus Schwaben?!<\/p>\n<p>Am Wiener Platz, nahe der Arbeit, drapiert sich ein pittoreskes Ensemble von St\u00e4nden und St\u00e4ndchen, \u00fcberwiegend ein Cafe, eine Bar, St\u00e4ndchen mit Lebensmitteln f\u00fcr die Mittagspause, ums\u00e4umt von schnuffigen sehr kleinen Restaurants, auch ein wunderbarer Biergarten \u00f6ffnet seine Pforte hier. Einer der St\u00e4nde, drei vier Leute passen hier rein, maximal, hat es mir besonders angetan, er eignet einem Niederbayern, wie er im Buche &#8211; oder besser, im Felde, im Walde, im Leben &#8211; steht. Hier kaufe ich gern eine belegte Semmel, oder eine von ihm vor Ort auf einem winzigen Herd zubereitete Suppe. Ganz ohne Geschmacksverst\u00e4rker, wenn man ihm zusieht, und genau so schmeckt sie. Und die Semmel taugt f\u00fcr ein Mittagessen, zumindest, wenn man Fleisch mag.<br \/>\nGedankenverloren trete ich mittags ein, am selben Tag aus Mannheim zur\u00fcck, und w\u00fcnsche eine Frikadellensemmel. Semmel, immerhin. Der Eigner, lose im Gespr\u00e4ch mit einem Bekannten im Laden, bleibt bei seinen Verrichtungen, unger\u00fchrt, sein breiter R\u00fccken mir zugewandt, konzentriert klopft, hackt und schneidet er Zutaten f\u00fcr die n\u00e4chste Tranche. Kommentiert die letzte Bemerkung des Bekannten. Ich stutze &#8211; bin ich unerw\u00fcnscht? Nicht da? Was falsch gemacht?<br \/>\nAch Du meine G\u00fcte! Fleischpflanzerl! Gedacht, gesagt &#8211; er wendet sich zu mir und grinst freundlich breit: was darf&#8217;s sein?<\/p>\n<p>Ich mein, das war ein Spiel, ein gespielter Witz, aber immerhin! Er kenn mich ja. Diesen Spa\u00df jedenfalls fand ich jedenfalls bemerkenswert &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00f6derle, k\u00f6nnt man in bayrisch Schwaben sagen. Und &#8222;s&#8217;il vous plait&#8220; l\u00e4\u00dft sich nicht mit &#8222;Sans eana bled?&#8220; korrekt \u00fcbersetzen. 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