Einsam (peace draim)

Tatsächlich habe ich Freumde.
Und die sind nicht ausgeacht.
Kann ihre Stimmen hören im Or
wenn ichs Gerät – ausgemacht.

Viel die sonst so
Reden und tun als ob
Gehn paar Schritte rückwärts,
ham ein @ – im Kopp

Tu die doch mal
All in ein Zug rein
Wirst schon sehn, wie der Zug
voll und voll wird sein

Ja was glaubst Du wird sein
wie DER Zug
voll wird sein

Warum Coachen.

Wo .willst Du hin?
Wo kommst Du her?
Was brauchst Du?
Wer ist Dir wichtig?

Was hast Du bei Dir?
Was kannst Du mit dem machen, was Du hast?
Wie
Wie kannst Du
Wie kannst Du mit Wem
Wie kannst Du mit Wem und Wann
Wie kannst Du mit wem und Wann und Wie
Wie kannst Du mit wem und Wann und Wie,
Wer ist noch da!
und was wollen die überhaupt hören.
oder können.
Sind ja alle im Wind.
Im Gewitter.
Es regnet.
Was sagt meine Frau im Wind?
Im Gewitter denkt sie nach,
jetzt
sie lächelt.

Warum Wie Was? Wachse!

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Tanzen. Tango.

Tanzen. Ohne zu sehen.
Musik macht eins.
Du hörst im Herzen
und mit dem Herzen,
in der Luft und mit der Luft.
Und spürst mit Herz,
und mit dem Herzen,
in Deinem Arm, an deinem Leib,
Deine Augen geschlossen.
Führt Dich Dein Weib.
oder eine Blinde, wer weiß das schon,
die Augen geschlossen.

Wissen musst Du das nicht.

Musizieren

Woran sind Pianist:innen zu erkennen?
Sie haben stets alle Hände voll zu tun.

Deren es ja zwei hat, meist. So auch bei Wolfgang Lauth, einem wichtigen Mannheimer Pianisten, früh stilbildend in den fünziger Jahren des letzten Jahrhunderts – nein ich meine nicht das letzte, das könnte immerhin auch unser aktuell laufendes sein – sondern das vergangene. Also, Wolfgang Lauth hatte mit feinem Humor und oder dem Gespür für Standesunterschiede dieser Zeit, als Berufsbezeichnung „Akkordarbeiter“ als Untertitel an seinem Namen an der Klingel stehen. Nun wissen wir, dass klassische Akkordarbeiter am Band in der Industrie für jede geleistete Einheit bezahlt werden. Die meisten Musiker verwechseln allerdings Musik mit Noten, klingenden Noten, vielen, sehr vielen klingenden Noten. Nun, erfahrene, oder vielleicht auch nur Musiker eines anderen Schlags- aber auch Hörfreunde – wissen, Musik geschieht aus der Stille heraus und braucht Pausen, viele Pausen (die ja übrigens oft auch in den Noten ausdrücklich drin stehen). Wie Wayne Shorter sinngemäß etwa sagte: „… es kommen mir so viele Töne in den Sinn. Diesen lasse ich aus, und diesen, und die nächsten. Um vielleicht wieder einen zu spielen“.

Ich bin recht sicher, dass er diese Zeit nicht nur nutzt, um seinem Sinn zu folgen, sondern auch um seinen Mitmusizierenden zuzuhören. Das tun Musiker immer zu einem gewissen Grad, mehr oder weniger. Gute Musiker eben mehr, meine ich …

Ach ja, warum können Pianist:innen nicht Schreibmaschine schreiben? Weil sie immer gleich 10 Tasten gleichzeitig antippen.

Erkenne den Unterschied

Beachten Sie, dass die alten Münzen (im Bild: links) mit dem vollzogenen Austritts des Vereinigten Königreichs wertlos geworden sind und Sie sich bei derem Gebrauch wegen der Verbreitung, Nachmachung, Verfälschung oder Fälschung von Zahlungsmitteln strafbar machen können. Angängige Sondervoten partikulärer geopolitischer Interessensgruppen (im Bild: rechts) sind davon ausgenommen und können zukünftigen Änderungen unterworfen sein.

Gerne nehmen wir die durch die Änderung der fiskalischen Euro-Regulationsverfahrenskonsekution obsolet gewordenen Altmetall-Scheiben zur finanzneutralen und fiskaltechnisch unbedenklichen Entsorgung an allen bekannten Stellen an.

Wissen schafft Mühe

Und Kunst ist schön. Macht aber auch viel Arbeit (Karl Valentin). Oder Mühe.

Wissen ist nichts, was man besitzen kann. Es, das Wissen, ändert sich stets, ist neu, den sich wandelnden Umständen geschuldet.
Der Forschung – der Wissenschaft – daher vorzuwerfen, sie wisse nichts, sie habe die Antworten nicht parat, ändere rasch ihre Aussagen – zeugt von Unkenntnis.
Die Forschung schafft Wissen, sie kann es zumindest, und dazu hat sie gute Werkzeuge. Sie besitzt Wissen nicht, als ob man auf einer wohlbewachten Truhe säße, und den Schlüssel in der Tasche verbergen täte.
Forschung und die ihr verbundenen Menschen schaffen Wissen. Sie, die Wissenschaft hat es nicht in ihrem Besitz, und sie, die Menschen, die sich darum bemühen, haben es, das Wissen nicht in ihrem Besitz, sonst hieße es Wissenhab oder so ähnlich. Oder Kirche.
Oder so.

Und dann geht es doch wohl um Bemühung, oder?

Musik wird gemacht, und nicht gebracht

und sie kann aus der Stille entstehen, gemacht werden, hervorbrechen, …
am besten, sie entwickelt sich und wächst daraus.

Eine ausgelöschte Kerze, den Docht zum Entzünden der Zigarette genutzt, das kostet einem Seemann das Leben. Ein Märchen? Es wäre bei manchem Autoren gut aufgehoben. Und was könnte wohl einem Musiker gefährlich werden? Eine verlorene Note? Ein Ton, ungespielt?

Die Liebe? In Zeiten der Cholera? Wo, wo bleibt da die Musik? Ein Totentanz in Zeiten von Amazon? Corazon? Corona? Sie entsteht einfach, wird gemacht, und nicht gebracht.

(danke an das wunderbare Ensemble von Harald Rüschenbaum HR, München, Konzert im Giesinger Bahnhof am 12.3. diesen Jahres)

Besuchen Sie die Arktis …

… solange sie noch schmilzt. Um jeden Preis. Flieger, Kreuzfahrt, Jet. Nichts wie hin, solange es sie noch gibt. Könnte ja bald weg sein. Scheiß CO2. Nicht dran denken.

Oder die Antarktis!?

Scheiß drauf. Egal.

(Anläßlich einer Reportage über Luxustourismus in die Antarktis)

Werde was Du bist

Gefunden an einem späten Samstag abend, in einem Bus einer respektablen Münchner Linie, der Linie 54. Ein Buch, ein Beanie, zwei Fäustlinge, neben einem verlassenen Platz im ansonsten nicht eben vollen Bus. Die Situation macht nachdenklich, wirkt befremdlich, wirft Fragen auf.

Welches – ich vermute mal – junge und – ich rate mal – ansprechende – und ich nehme mal an – weibliche Geschöpf hat diese Utensilien nun an dieser Stelle liegen gelassen? Fluchtartig? Nachlässig? Oder voller Erkenntnis? Als Schmetterling zierlich in dei Nacht gefaltert?

Aber so einfach ist das nicht. Nichts kann werden was es ist, nicht einmal das Heideggersche Nichts. Es kann nur so sein, wie es ist. Werde was Du sein willst, oder sein kannst, ok, lassen wir gelten. Aber so?

Oder sind die Sachen, die da liegen, gar nicht zurückgelassen worden, sondern das Ergebnis der Verwandlung? Metamorphose? Eine Samsa-Tag oder besser Samsta- Nacht-Verwandlung, nicht wie bei Kafka in ein Insekt, sondern in ein Buch?! Nicht – ärger noch – wie bei Herrn McEwan, in einen Premierminister? Aber Beanie und Fäustlinge? Etwa eine Familie, oder gar eine Familientragödie? Junge Nachtkäfer, plötzlich und dramatisch verwandelt?

Was wohl daraus geworden sein mag. Dem Busfahrer – auch das eine kleine Geschichte wert, ein junger Mann, kaum ein Münchner, der hat sich sichtlich gefreut, als ich ihm gedankt hab, für’s Tür offenlassen, also dem hab ich es nicht nach vorne getragen. Irgendwie. Sollen alle doch werden, was sie sind. Da muss ich nicht immer rumbessern.

PS: ich bitte die Leser die schlechte Bildqualität zu entschuldigen.